
Die kurze Antwort: Stand Juli 2026 sind noch rund 1,15 Millionen Bitcoin zu minen. Das Gesamtangebot ist auf 21 Millionen BTC begrenzt, und die Miner haben bis heute etwa 19,85 Millionen davon produziert. Der letzte Bitcoin wird um das Jahr 2140 geschürft — über 110 Jahre Mining liegen also noch vor uns, in immer kleineren Blöcken nach jedem Halving.
1,15 Millionen klingt nach viel. Aber hinter der Zahl stecken drei Details, die die Einordnung komplett verändern: Die Ausgaberate halbiert sich alle vier Jahre, ein großer Teil des existierenden Angebots ist für immer verloren, und die tatsächlich verfügbare Menge ist deutlich kleiner als die bereits ausgegebene. Dieser Artikel schlüsselt alle Zahlen auf — mit nachprüfbaren Daten.
Kennzahlen (Juli 2026):Bereits geminte BTC: ~19,85 Mio. · Verbleibend: ~1,15 Mio. · Verloren geschätzt: 3–4 Mio. · Effektiv im Umlauf: ~16 Mio. · Aktuelle Block-Belohnung: 3,125 BTC · Nächstes Halving: April 2028.
Die 21-Millionen-Grenze steht seit dem allerersten Block im Quellcode des Protokolls — gemint von Satoshi Nakamoto am 3. Januar 2009. Sie ist keine politische oder wirtschaftliche Entscheidung, die revidiert werden könnte, sondern eine mathematische Konstante.
So kommt die Zahl zustande: Das Bitcoin-Protokoll gibt mit jedem Block (Ziel: einer alle ~10 Minuten) neue BTC aus, und alle 210.000 Blöcke — etwa alle vier Jahre — halbiert sich diese Block-Belohnung. Diese fallende geometrische Reihe summiert sich auf 20.999.999,9769 BTC, gerundet 21 Millionen.
Für jeden, der überlegt, ob sich Bitcoin Mining 2026 noch lohnt, ist diese Grenze die Grundlage des gesamten Investment-Modells: Die Knappheit ist nicht relativ oder anpassbar — sie ist durch den Konsens des gesamten Netzwerks garantiert.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Maximales Gesamtangebot | 21.000.000 BTC |
| Bereits geminte Bitcoin (Juli 2026) | ~19.850.000 BTC |
| Noch zu minende Bitcoin | ~1.150.000 BTC |
| Anteil des bereits ausgegebenen Angebots | ~94,5 % |
| Noch auszugebender Anteil | ~5,5 % |
| Aktuelle Block-Belohnung | 3,125 BTC |
| Neue BTC pro Tag (ca.) | ~450 BTC/Tag |
| Neue BTC pro Jahr (ca.) | ~164.000 BTC/Jahr |
Dass über 94 % des Gesamtangebots bereits ausgegeben sind, ist eines der zentralen Argumente für Bitcoin als Wertaufbewahrung: Der Großteil der Geldmengen-Inflation liegt bereits hinter uns. Der Rest verteilt sich auf die nächsten 110+ Jahre — in immer langsamerem Tempo.
Alle 210.000 Blöcke halbiert sich die Block-Belohnung — das sogenannte Halving. Bisher gab es vier davon; die Belohnung fiel von anfangs 50 BTC auf heute 3,125 BTC. Der komplette Zeitplan bis 2140:
| Ereignis | Datum | Belohnung/Block | BTC in der Ära |
|---|---|---|---|
| Genesis | Januar 2009 | 50,00 BTC | 10.500.000 BTC |
| Halving 1 | November 2012 | 25,00 BTC | 5.250.000 BTC |
| Halving 2 | Juli 2016 | 12,50 BTC | 2.625.000 BTC |
| Halving 3 | Mai 2020 | 6,25 BTC | 1.312.500 BTC |
| Halving 4 (aktuell) | April 2024 | 3,125 BTC | 656.250 BTC |
| Halving 5 | ~April 2028 | 1,5625 BTC | 328.125 BTC |
| Halving 6 | ~2032 | 0,78125 BTC | 164.062 BTC |
| Halving 7 | ~2036 | 0,390625 BTC | 82.031 BTC |
| ... | ... | ... | ... |
| Halving 32 (letztes) | ~2136 | ~0,0000000058 BTC | ~1 BTC Rest |
| Letzter Bitcoin gemint | ~2140 | ~0 | 0 |
Nach dem Halving 2028 fällt die jährliche Ausgabe neuer BTC von heute ~164.000 auf rund 82.000. 2032 sind es noch ~41.000 pro Jahr. Ab 2040 liegt die jährliche Neuausgabe unter 10.000 BTC — weniger, als manche Einzelinvestoren bereits halten.
Der letzte Bitcoin-Bruchteil wird etwa im Jahr 2140 geschürft. Das ist keine Prognose, sondern das mathematische Ergebnis der Halving-Serie auf dem 10-Minuten-Blocktakt. Die eigentliche Kurve ist aber viel steiler, als die Jahreszahl vermuten lässt:
Praktisch die gesamte verbleibende Bitcoin-Inflation passiert also in den nächsten 14 Jahren. Ab 2040 sind neue Bitcoin für das Angebot irrelevant — der Markt ist dann faktisch ein Fixed-Supply-Markt.
Ausgegebene Bitcoin sind nicht gleich verfügbare Bitcoin. Ein erheblicher Teil ist für immer verloren — typische Ursachen:
Seriöse Schätzungen (Chainalysis, Glassnode) beziffern die verlorenen Bitcoin auf 3 bis 4 Millionen. Von den 19,85 Millionen ausgegebenen BTC sind also real nur etwa 16 bis 17 Millionen verfügbar. Und das heißt: Wenn die Ausgabe 2140 abgeschlossen ist, liegt das effektiv verfügbare Angebot nicht bei 21, sondern bei etwa 17 bis 18 Millionen BTC. Die reale Knappheit ist größer als die nominale.
Die häufigste Anschlussfrage: Wenn es keine neuen Bitcoin als Belohnung mehr gibt — warum sollte dann noch jemand das Netzwerk sichern? Die Antwort sind die Transaktionsgebühren.
Jede Bitcoin-Transaktion zahlt eine Gebühr an den Miner, der sie in einen Block aufnimmt. Heute machen Gebühren nur 1–3 % der Miner-Einnahmen aus — der Rest kommt aus der Block-Belohnung. Mit jedem Halving verschiebt sich dieses Verhältnis, bis die Gebühren nach 2140 die einzige Einnahmequelle sind. Ob dieses Gleichgewicht dauerhaft trägt, ist eine legitime technische Debatte — relevant wird sie aber erst ab etwa 2080.
Für die Praxis heute gilt: Mining im Jahr 2026 — mit noch großzügiger Block-Belohnung von 3,125 BTC — ist ein Geschäft, in dem die Belohnung dominiert. Was dein Gerät konkret produziert, rechnet dir der Bitcoin Mining Rechner mit Live-Kurs und aktueller Difficulty aus.
Wer sich dieser Knappheit aussetzen will, hat zwei Wege: Bitcoin an der Börse kaufen und selbst verwahren — oder Bitcoin durch Mining produzieren, typischerweise zu Produktionskosten unter dem Marktpreis. Den konkreten Vergleich findest du in unserer Analyse Lohnt sich Bitcoin Mining 2026?
Stand Juli 2026 verbleiben etwa 1,15 Millionen BTC. Rund 19,85 der maximal 21 Millionen sind bereits ausgegeben — 94,5 % des Gesamtangebots.
Etwa im Jahr 2140. Das Datum ergibt sich aus der Halving-Mechanik: Alle 210.000 Blöcke (vier Jahre) halbiert sich die Block-Belohnung, bis die neu ausgegebenen Satoshis gegen null gehen.
Seriöse Schätzungen (Chainalysis, Glassnode) gehen von 3 bis 4 Millionen verlorenen BTC aus — verlorene Keys, verbrannte Adressen, Satoshis unbewegte Wallets und Todesfälle ohne Schlüsselübergabe.
Bei 3,125 BTC pro Block und im Schnitt 144 Blöcken pro Tag entstehen rund 450 neue BTC pro Tag. Nach dem Halving im April 2028 sinkt die Zahl auf etwa 225 BTC täglich.
Voraussichtlich im April 2028, bei Block 1.050.000. Die Block-Belohnung fällt dann von 3,125 auf 1,5625 BTC.
Technisch ja — aber dafür müsste die Mehrheit aller Netzwerk-Knoten eine Protokolländerung übernehmen, die gegen die wirtschaftlichen Interessen praktisch aller Beteiligten läuft. In der Praxis gilt die Grenze als unantastbar und ist seit 2009 Teil des Gesellschaftsvertrags von Bitcoin.
Im Juli 2026 sind noch rund 1,15 Millionen Bitcoin zu minen — 5,5 % des Gesamtangebots. Der letzte BTC entsteht um 2140, aber die relevante Inflation konzentriert sich auf die nächsten 10–15 Jahre: 2040 sind bereits 99,6 % im Umlauf.
Für Miner heißt das: Jeder Block, der heute gelöst wird, entsteht zur höchsten Ausgaberate, die es je wieder geben wird. Effizienz und günstiger Strom entscheiden, wer nach den kommenden Halvings noch profitabel produziert. Für Investoren bestätigen die Zahlen das Knappheits-Argument: fixes Maximalangebot, planbar sinkende Inflation, real reduziertes Angebot durch strukturelle Verluste.
Wie viele Bitcoin dein Setup produzieren würde, zeigt dir der Bitcoin Mining Rechner. Die realen Betriebskosten zu Industriestrom findest du auf der Bitcoin Mining Hosting Übersicht.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und ist keine Anlageberatung. Alle Netzwerkdaten Stand Juli 2026.
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